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Auf Fahrt gehen ... selbstverständliches Erbe aus dem Geist der Jugendbewegung.
„Die Fahrt, in den Gruppen der deutschen Jugendbewegung seit dem Wandervogel als jugendadäquater Ausdruck des Freiheitsstrebens wie auch als romantischer Rückgriff , entgegen der urbanen Zivilisation der Industriegesellschaft , gepflegt , war und ist für die dj. 1. 11 eine zentrale Aktivität.
Für die Vorkriegs- dj. 1. 11 stand dabei nicht so sehr das Naturerlebnis im Mittelpunkt , die Flucht aus der Großstadt in die Wälder , sondern das Gemeinschaftserlebnis der „ fahrenden „Gruppe , das Füreinander- Einstehen der Gefährten im Einklang mit der bündischen Haltung generell. „
Aber auch von den extremen Ausprägungen abgesehen waren Fahrt und Lager in den neuen Formen selbstverständliche Elemente des Gruppenlebens , manchmal mühselig , oft anstrengend und entmutigent , oft mit hässlichen Stunden , dennoch aber begeisternd , mit neuen Erfahrungen und Impulsen das Gruppenleben befruchtend und für die meisten bis heute unvergesslich. Die Vermittlung des Glanzes und emotionalen Zaubers solcher Fahrten muss freilich dem Dichter vorbehalten bleiben. tusk , Werner Helwig , Walter Scherf und andere haben dies beschrieben.
Helmut Grau dj. 1. 11
Werner Helwig schreibt zum selben Thema: „ Als Erbe aus dem Geist des Wandervogels kam das Singen in Schwung. Seine gemeinschaftssichernde Kraft gedieh im Gegenseitigkeitsbezug
......... So kams auch dazu , dass wir uns schließlich unabhängig von den Schulferien machten , an die die Gruppen gebunden waren und sozusagen als Fährtensucher des Bundes Großfahrten unternahmen , die sich zu regelrechten , über Monate erstreckende WeltfahrtenAuswuchsen. Da Singen eine unserer besten Eigenschaften war , machten wir es zum Mittel , um unsere Unternehmungen zu stützen.
............ so gelangten wir nach Skandinavien , Afrika und Indien ; nach Japan , nach Nord –und Südamerika ; nach China – kurzum : wo auch immer es uns hintrieb . Stürmisch machten wir uns die Welt zu eigen . So war es . Und so blieb es.
Der Maulbronner - Kreis ist diesem Erbe treu geblieben , wenn auch viele der Altvorderen dazu nicht mehr in der Lage sind, bezw. nicht mehr unter uns weilen. Fuchs und Oske haben sich dieser Tradition angenommen und sind heute noch in allen Richtungen der Windrose unterwegs. Mit dabei ein Teil der Maulbronner Freunde. Unvergesslich bleibt die Kanada – Fahrt 1973 von den Rockies zum Pazifik . Es folgten im folgenden Jahrzehnt unzählige Kanu - Flussfahrten auf dem Yukon und seinen Nebenflüssen. Danach wurden die Flussfahrten auf alle Kontinente ausgeweitet.
Erstbefahrung einer deutschen Gruppe auf dem Alsek/Tatshenshini von Kanada nach Alaska. Auf dem Bonnet Plume und Peel River zum Eismeer . Auf dem Firth River durch die BrooksRange nach Herschel Island . Auf dem Noatak zum Kap Krusenstern bei Kotzebue/ Alaska.
Flussfahrten auf allen Kontinenten: Bio – Bio in Chile , Omo in Äthiopien , Sambesi in Afrika , Rio Colorado in Argentinien , Cataract Canyon Utah , Grand Canyon Arizona ,Bystraya River in Kamschatka , Sepik River in Papua Neu Guinea , Rio Huallaga in Perumit Balsa Floß und Kajak zum Amazonas.
Mit der Maulbronner Mannschaft 1994 durch den Südwesten der USA . 1995 durch Südafrika – Namibia – Botswana und Zimbabwe . 1996 nach Schottland.
Vom Kilimanjaro zur Serengeti - Tansania 1999 , Auf der Strasse nach Mandalay/Burma 2000 , durch die Sahara in Libyen 2001 , Usbekistan und Kirgisien – durch Turkestan 2002 , Mongolei 2003 , gemeinsam mit den Waldeckern Schlauchbootfahrt auf dem Teslin /Yukon 2003. Die Fahrtenmannschaft mit den Freunden aus der Waldeck bewährte sich in den nachfolgenden Jahren: 2004 Wildwasserfahrt auf dem South MacMillan – Yukon Kanada. Die Seidenstrasse im Westen Chinas – Durchquerung der Taklamakan und Gobi Wüste 2005 . Ebenfalls 2005 mit einer kleinen Gruppe durch Kuba . 2006 – mit Gelände –Fahrzeugen unterwegs im Südwesten der USA . Geplant für den Februar 2007 ist ein Segeltörn von Martinique durch die Grenadinen nach Tortuga mit eigener Crew .
Auch für die kommenden Jahre haben wir uns vorgenommen die Tür zum Unbekannten aufzustossen. Ob unsere Klampfen noch klingen , unsere Lieder wir singen, wer gibt uns die Antwort darauf ?
Oske (Roland Kiemle)
