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Tipi (Teepee) Camps

„You have noticed“, the Indian Black Elk said, „that everything an Indian does is in a circle and that is because the Power oft he World works in circles and everything tries to be round. The life of man is a circle from childhood to childhood. Our tipis were round, like the nests of birds. But the white man have put us in these square boxes. It is a bad way to live for there can be no power in a square.”
John G. Neilhardt, Black Elk Speaks

Schwarzwald
www.naturfreunde-schramberg.de

Franken / Gunzenhausen
Am Brombachsee
http://www.san-shine-camp.de/

Odenwald/Kraichgau
www.ki-teepees.de

www.kanu-bike.de

Werratal
www.kanurado.de

Die Geschichte des Tipis...

Das Zelt der Nordamerikanischen, nomadischen Ureinwohner erfreut sich einer wahren Renaissance. Das Tipi, fälschlicherweise auch als Wigwam bekannt, gewinnt immer mehr Anhänger und Freunde. Im Folgenden möchten wir Ihnen/dir einen kleinen Überblick der Historie dieses fantastischen Bauwerks vermitteln, das absolut als physikalisches Meisterwerk der indigenen, nomadischen Bevölkerung Nordamerikas bezeichnet werden muß.

DIE NATUR IST HIGH TECH GENUG
Der Begriff "Tipi" oder Teepee" stammt aus der Sprachgruppe der Dakota-Sioux- (spr. SU) Indianer. Er setzt sich aus zwei Silben zusammen: "Ti", das heißt hausen, bewohnen, leben, und "Pi" was soviel bedeutet wie "benutzt zum...". Tipi bedeutet also "benutzt zum Wohnen, hausen, leben".

Kegelförmige Zelte sind auf der ganzen Welt dort bekannt, wo gerade Stangen, Grasmatten, oder Häute zur Verfügung standen. Wir finden z. B. tipiähnliche Zelttypen im Norden Europas bei den Samen sowie bei nomadischen Völkern im Norden der ehemaligen UDSSR. Historiker meinen, dass dies ein weiterer Beweis sei, daß der amerikanische Kontinent von der Beringstraße her besiedelt worden sei. Die Mehrheit der Tipibewohner bewegte sich tatsächlich am nordamerikanischen Kontinent, in den Territorien der Great Plains und der angrenzenden Prärien.

Dieses Gebiet wurde östlich vom Tal des Missouri-Flusses begrenzt, es reichte bis zu den westlichen Rocky Mountains und von Kanada im Norden bis Texas im Süden des Landes. Zum ersten Mal erwähnt wurde diese Zeltform schon im Jahre 1540. Damals gelangten die Spanier auf ihren Entdeckungsreisen zum ersten Mal ins innere des Landes. Damals bestand das Tipi aber noch aus Tierhäuten, war etwas kleiner und daher ideal für die Jagd, um wochenlang auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen dem Wild und den Bisonherden nachzuziehen.

Der Alltag traditionell lebender Indianer ist geprägt von großer spiritueller Symbolik. Ein Symbol welches uns immer wieder in starkem Maße begleitet ist das des Kreises. Der Mensch - eingebettet in den Kreislauf des Lebens aus Werden und Vergehen. Bedingt durch die Form des Tipis saßen die Indianer immer im Kreis. Alle waren drinnen, keiner draußen. Wertschätzende soziale Aspekte wiederspiegeln sich wieder. Die Dörfer wurden nicht nur wegen besserer Möglichkeit der Verteidigung gerne im Kreis- oder Halbkreisform aufgebaut.

Tipis wurden fast ausnahmslos mit dem Eingang nach Osten aufgestellt. So wurde die Morgensonne "aufgefangen" und die Rückseite den Westwinden zugekehrt. Der Osten, die Richtung, aus der die Sonne, die Spenderin allen Lebens, kommt wurde deshalb von den Indianern geschätzt. Durch die asymmetrische Kegelform ergab sich dadurch auch eine bessere Standfestigkeit bei starken Winden.

WHITE CLASSICS
Das erste Tipi wie wir es heute kennen tauchte um ca. 1800 auf. Durch die Besiedelung der Weißen wurden nach und nach die Häute gegen Leinengewebe ersetzt.

Mit der beginnenden Verwendung der Pferde, welche den Lastentransport auch über größere Strecken möglich machten, hatte die Umsiedelung vieler Stämme, Cree, Blackfoot, Arapaho und anderen, großen Einfluss auf die Verbreitung des Tipis und auch der Größe. Verwendete man zum Jagdzweck das 3,5m bis 4m Tipi, so ermöglichte das gegenüber dem Leder wesentlich leichtere Stoffmaterial Durchmesser von 6m und 7m, ja sogar bis zu 9m.
Die verschiedensten Formen und Feinheiten in den Features der Tipis entwickelten sich. Es entstehen unterschiedliche Aufbauarten, Rauchklappenformen, Door-covers usw.
Wir erzeugen und verwenden ausschließlich eine Mischform Form von Sioux-, Crow- und Cheyenne-Tipis. Diese erscheint uns für unseren Einsatz und Gebrauch am zweckdienlichsten.

Das Klima der Great Plains ist extrem. Heiße, sengende Sommer wechseln mit eiskalten, stürmischen Wintern. Es gibt lange Trockenperioden, unterbrochen von plötzlichen Gewittergüssen und Hagelschauern. Vor allem im Winter, die gewaltigen Schneestürme fegen mit unaufhörlicher Intensität über die Prärien. Diesem wilden, fantastischen, rauen und wunderschönen Land, ist das Tipi perfekt angepasst. Man kann es schlicht und einfach als Wunderwerk der Architektur bezeichnen. Im Sommer war es eine luftige Behausung, im Winter wärmte es seine Bewohner durch die Möglichkeit des Feuermachens und hielt selbst heftigsten Stürmen stand. Durch die runde kegelförmige Form, bietet es dem Wind eine äußerst geringe Angriffsfläche und macht es daher besonders windstabil. Es ist deshalb nicht falsch, wenn man behauptet, dass die Dakota-Sioux im Winter behaglich wie an einem Kamin und im Sommer unter einem Sonnenschirm wohnten.

WOMEN-POWER
Durch den schnellen Auf- und Abbau war das Tipi sinnvoll auf das nomadische Leben abgestimmt. In den meisten Stämmen sprach der Mann von "seinem" Tipi. In Wirklichkeit aber bauten die Frauen das Tipi auf und ab, wie sie auch die Inneneinrichtung, Back-Rest, usw. herstellten und das Innere des Tipis einrichteten. Zwei Frauen benötigten im Durchschnitt nicht länger als 30 bis 40 Minuten zum Aufbauen und Einrichten.

Die Männer bemalten die Außenhaut und das Innenzelt (Lining) mit Kriegsgeschichten oder außergewöhnlichen Jagdszenen und -erfolgen, ansonsten hatten sie wenig mit dem Tipi zu tun. Sie war der "Herr im Haus", selbst in einem Medizin-Tipi, ausgenommen während einiger Zeremonien und formellen Versammlungen.

Am Rande bemerkt: "Es genügte bei einigen Stämmen zur Ehescheidung, wenn die Frau die Sachen des Mannes vor die Zelttür warf."

Text & Bilder von Andreas Scheffzig www.meilenweit.at